DRAGOset für Pt-Temperatur-Messumformer DT 45200

DRAGOset für DT 45200

Der Pt-Temperatur-Mess­umformer DT 45200 dient zur Erfassung von indus­triellen Prozess­signalen. Er setzt die Mess­werte von Pt-Sensoren potential­getrennt in Norm­signale um. Durch die ein­fache Pro­gram­mie­rung per DIP-Schalter oder mit der USB-Schnitt­stelle ist er flexibel ein­setz­bar. Die hohe Zu­ver­lässig­keit und die sichere 3-Port-Trennung sind weitere Merk­male, die den störungs­freien An­la­gen­be­trieb ga­ran­tieren.

Einstellungen des Messumformers

Sensor und Kompensation
Sensortyp und Kompensation einstellen

Unter Sensortyp wählen Sie den Sensor aus, den Sie an den Mess­um­for­mer an­schließen werden.

Der Anschluss regelt die An­schluss­art, die Sie vor­neh­men.

4-Leiter: Anschluss mit 4 Lei­tun­gen, dadurch gibt es ge­trennte Lei­tun­gen für den Sen­sor­strom und für das Messen.
3-Leiter: Wichtig bei einem 3-Leiter­an­schluss ist, dass alle Lei­tun­gen gleichen Quer­schnitt auf­wei­sen. Der Spannungs­ab­fall wird nur auf einer Seite des Sensors er­fasst und es wird davon aus­ge­gan­gen, dass die Leitung an der an­de­ren Sensor­seite gleichen Spannungs­ab­fall pro­du­ziert.
2-Leiter: Bei der 2-Leiter-Messung gehen die Zu­lei­tungs­wider­stände mit in den Mess­wert ein. Es ist auf möglichst kurze Zu­lei­tun­gen zu achten. Sie können den Lei­tungs­wider­stand manuell kom­pen­sie­ren, wenn Sie dem Gerät die Summe der Zu­lei­tungs­wider­stände an­ge­ben.
Temperatur-Messbereich
Temperatur-Messbereich einstellen

Hier stellen Sie den ge­wünsch­ten Mess­an­fang und das ge­wünschte Mess­ende ein. Die Mess­spanne, also der Be­reich zwischen An­fang und Ende, darf die mini­male Spanne nicht unter­schrei­ten (siehe Tabelle). Die mög­lichen Ein­stel­lun­gen orien­tieren sich an dem Be­triebs­tem­pe­ra­tur­bereich der Sen­soren:

Sensor Messbereich min. Spanne
Pt 100, Pt 200, Pt 500, Pt 1000 -200 ... +850 °C 25 K
Pt 2000 -200 ... +400°C 25 K
JPt 50 -200 ... +650 °C 25 K
JPt 100 -200 ... +510 °C 25 K
Ausgang und Ausgangskennlinie
Ausgang und Ausgangskennlinie

Am Aus­gang stehen Ihnen 4 gängige Norm­sig­nal­be­reiche zur Ver­fü­gung:
0 ... 20 mA, 4 ... 20 mA, 0 ... 10 V, 0 ... 5 V.

Der aus­ge­wählte Mess­be­reich wird auf den Aus­gangs­be­reich linear ab­ge­bildet. Bei stei­gen­der Kenn­linie ent­spricht der Mess­be­reichs­an­fang den 0/4 mA bzw. 0 V, das Mess­be­reichs­ende den 20 mA bzw. 5/10 V. Die fallen­de Kenn­linie dreht den Verlauf um. Die Über­tra­gungs­funk­tion des Mess­um­for­mers wird in DRAGOset gra­fisch dar­ge­stellt.

Fehlersignalisierung
Fehlersignalisierung

Die Sig­na­li­sie­rung bei Fehler legt fest, ob bei Fehlern der Aus­gangs­be­reich ver­lassen wer­den darf. In die­sem Fall springt das Aus­gangs­sig­nal auf 22 mA, 11 V oder 5,5 V, je nach Aus­gangs­wahl.
Alter­na­tiv kann die Ein­stel­lung 0 mA, 4 mA oder 0 V ge­wählt werden um den Fehler zu sig­na­li­sie­ren, der Aus­gang bleibt dabei im Bereich der Mess­werte. Sinn­voll kann diese Ein­stel­lung sein, wenn bei­spiels­weise ein SPS-Ein­gang keine Signale ausser­halb des Mess­be­reichs ver­kraf­ten kann, die Aus­wer­tung des Fehlers muss dann in der SPS er­folgen.

  über Bereich im Bereich
Ausgang Ausgangsbereich Fehlersignal Ausgangsbereich Fehlersignal
0 ... 20 mA 0,0 ... 20,5 mA 22,0 mA 0,0 ... 20,0 mA 0,0 mA
4 ... 20 mA 3,8 ... 20,5 mA 22,0 mA 4,0 ... 20,0 mA 4,0 mA
0 ... 10 V 0,0 ... 10,25 V 11,0 V 0,0 ... 10,0 V 0,0 V
0 ... 5 V 0,0 ... 5,125 V 5,5 V 0,0 ... 5,0 V 0,0 V
DIP-Schalter
Einstellung der DIP-Schalter am Messumformer

DRAGOset er­mittelt aus Ihren Ein­ga­ben die rich­tige DIP-Schal­ter-Pro­grammie­rung. Dieses Bild finden Sie auch in der PDF-Do­ku­men­ta­tion und im Aus­druck wieder.

Wenn Sie DRAGOset nicht mit dem Kabel mit dem Gerät ver­bunden haben, können Sie diese Pro­gram­mie­rung manuell auf die DIP-Schal­ter des Mess­um­for­mers über­tra­gen. Mit den DIP-Schaltern sind nur aus­ge­wählte Stan­dard­ein­stellun­gen möglich.

Wenn Ihre Kon­fi­gu­ra­tion nicht als Stan­dard-Ein­stellung ver­füg­bar ist, können Sie die Ein­stellun­gen mittels DRAGOset über die USB-Schnitt­stelle im Gerät pro­gram­mie­ren. Die DIP-Schalter S1-1 bis S1-3 müssen dann auf ON stehen (PC-Mode).

Geräte-Diagnose
Geräte-Diagnose

Mit dem Menü­punkt "Gerät | Diagnose ..." rufen Sie ein Diag­nose­fen­ster auf. In diesem Fenster er­hal­ten Sie eine Über­sicht über die aktu­ellen Mess­werte und Mel­dun­gen des Mess­um­for­mers. Für die An­zeige muss eine On­line-Ver­bin­dung zum Gerät be­stehen.

Simulation von Ein- und Ausgangswerten, Inbetriebnahmefunktion
Simulation

Mit dem Menü­punkt "Gerät | Simulation ..." rufen Sie die Simu­la­tions-Funk­tionen des Mess­um­for­mers auf. In der Simu­la­tion können Ein­gangs- und Aus­gangs­werte simu­liert werden.

Zusätzlich steht Ihnen hier die In­be­trieb­nahme­funk­tion zur Ver­fü­gung, um in den nach­fol­gen­den Schal­tungs­tei­len den kom­plet­ten Mess­be­reich über­prü­fen zu können. Die In­be­trieb­nahme­funk­tion ver­ändert ständig den Aus­gangs­wert. Der Aus­gang über­streicht lang­sam den kom­plet­ten Mess­be­reich, vom Anfangs- bis zum End­wert, wobei das Signal bei 0 %, 50 % und 100 % des Mess­be­reichs eine Pause von eini­gen Se­kun­den ein­legt. So ist bei der Über­prü­fung auch eine Mess­be­reichs­jus­tage möglich.

Wenn Sie den Simu­la­tor ver­lassen, bleibt die Simu­la­tion weiter aktiv, wenn Sie sie nicht vor­her ab­schalten. Als Er­inne­rung er­scheint daher das fol­gen­de Fenster:

Verlassen des Simulationsfensters

Beschaltung der Anschlussklemmen
Beschaltung der Anschlussklemmen

Abhängig vom ge­wähl­ten Sen­sor­typ und der Kom­pen­sa­tion ändert sich die Be­schal­tung des Mess­um­for­mers. Auf dieser Gra­fik können Sie sehen, wie der Mess­um­for­mer in dieser Be­triebs­art be­schal­tet werden muss. Wenn Sie mit der Maus über das Ge­räte­foto fahren, werden die Klemmen­nummern ein­ge­blen­det.

Übertragungsfunktion
Anzeige der Übertragungsfunktion

DRAGOset zeigt die Über­tra­gungs­funk­tion des Mess­um­for­mers bei den aus­ge­wähl­ten Ein­stel­lun­gen an. Hier sehen Sie genau das Aus­gangs­ver­hal­ten bei ent­sprechen­den Ein­gangs­sig­na­len. Wenn Sie mit der Maus über die Kenn­linie fahren, wird da­run­ter der Ein- und Aus­gangs­wert ab­hän­gig von der Po­si­tion des Maus­zei­gers an­ge­zeigt.

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