DRAGOset für Temperatur-Messumformer DT 45000

DRAGOset für DT 45000

Der Uni­ver­sal-Mess­um­for­mer DT 45000 setzt die Mess­werte von Pt, Ni, KTY oder TC Sen­so­ren tem­pe­ra­tur­linear in 0/4 ... 20 mA, 0/2 ... 10 V, 0/2 … 10 mA oder 0/1 … 5 V Norm­signale um. Mit den mV-Ein­gangs­be­reichen oder einer Poti­an­schaltung können weitere Signale in Norm­signale um­ge­formt werden. Potianschläge können komfortabel mit einer TeachIN-Funktion als Messwertgrenzen programmiert werden. Durch die ein­fache Pro­gram­mie­rung per DIP-Schalter oder mit der USB-Schnitt­stelle ist er flexibel ein­setz­bar. Die hohe Zu­ver­lässig­keit und die sichere 3-Port-Trennung sind weitere Merk­male, die den störungs­freien An­la­gen­be­trieb ga­ran­tieren.

Einstellungen des Messumformers

Sensor und Kompensation
Sensortyp und Kompensation einstellen

Unter Sensortyp wählen Sie den Sensor aus, den Sie an den Mess­um­for­mer an­schließen werden.

Der Anschluss regelt die An­schluss­art, die Sie vor­neh­men.

Bei Widerstandsthermometern, wie Pt-, Ni- und KTY-Sensoren:

4-Leiter: Anschluss mit 4 Lei­tun­gen, dadurch gibt es ge­trennte Lei­tun­gen für den Sen­sor­strom und für das Messen.
3-Leiter: Wichtig bei einem 3-Leiter­an­schluss ist, dass alle Lei­tun­gen gleichen Quer­schnitt auf­wei­sen. Der Spannungs­ab­fall wird nur auf einer Seite des Sensors er­fasst und es wird davon aus­ge­gan­gen, dass die Leitung an der an­de­ren Sensor­seite gleichen Spannungs­ab­fall pro­du­ziert.
2-Leiter: Bei der 2-Leiter-Messung gehen die Zu­lei­tungs­wider­stände mit in den Mess­wert ein. Es ist auf möglichst kurze Zu­lei­tun­gen zu achten. Sie können den Lei­tungs­wider­stand manuell kom­pen­sie­ren, wenn Sie dem Gerät die Summe der Zu­lei­tungs­wider­stände an­ge­ben.

Bei Thermo­ele­men­ten ändern sich die Aus­wahl­punkte des Anschlusses in intern, extern, aus und manuell:

intern: Die Klemmentemperatur wird im Messumformer erfasst.
extern: Sie haben einen externen Pt100-Sensor an einem Klemmen­block, der die Ver­gleichs­stellen­tem­pe­ra­tur erfasst.
aus: Der Eingangs­mess­wert wird nicht korrigiert
manuell: Sie geben die Vergleichstemperatur als festen Wert vor.
Temperatur-Messbereich
Temperatur-Messbereich einstellen

Hier stellen Sie den ge­wünsch­ten Mess­an­fang und das ge­wünschte Mess­ende ein. Die Mess­spanne, also der Be­reich zwischen An­fang und Ende, darf die mini­male Spanne nicht unter­schrei­ten (siehe Tabelle). Die mög­lichen Ein­stel­lun­gen orien­tieren sich an dem Be­triebs­tem­pe­ra­tur­bereich der Sen­soren:

Sensor Messbereich min. Spanne*
Pt 100, Pt 200, Pt 500, Pt 1000 -200 ... +850 °C 10 K
Ni 100 -60 ... +250 °C 10 K
Ni 200, Ni 500, Ni 1000 -50 ... 180 °C 10 K
Thermoelement Typ B +250 ... +1820 °C 100 K
Thermoelement Typ C (W5Re_W26Re) 0 ... +2315 °C 100 K
Thermoelement Typ D (W3Re_W25Re) 0 ... +2315 °C 100 K
Thermoelement Typ E -270 ... +1000 °C 50 K
Thermoelement Typ J -210 ... +1200 °C 50 K
Thermoelement Typ K -270 ... +1372 °C 50 K
Thermoelement Typ L -200 ... +900 °C 50 K
Thermoelement Typ N -270 ... +1300 °C 50 K
Thermoelement Typ R -50 ... +1768 °C 50 K
Thermoelement Typ S -50 ... +1768 °C 50 K
Thermoelement Typ T -270 ... +400 °C 50 K
Thermoelement Typ U -200 ... +600 °C 50 K
Potentiometer bis 50 kOhm 0 ... 100 % 10 %
mV-Eingang ±100 mV -100 ... +100 mV 5 mV
mV-Eingang ±1000 mV -1000 ... +1000 mV 50 mV
Widerstand 0 ... 5 kOhm 100 Ohm
KTY-Typen -50 ... +150 °C 25 K

*ab Gerätefirmware 2

Ausgang und Ausgangskennlinie
Ausgang und Ausgangskennlinie

Am Aus­gang stehen Ihnen 8 gängige Norm­sig­nal­be­reiche zur Ver­fü­gung:
0 ... 20 mA, 4 ... 20 mA, 0 ... 10 V, 0 ... 5 V, 0 ... 10 mA, 2 ... 10 mA, 2 ... 10 V und 1 ... 5 V.

Der aus­ge­wählte Mess­be­reich wird auf den Aus­gangs­be­reich linear ab­ge­bildet. Bei stei­gen­der Kenn­linie ent­spricht der Mess­be­reichs­an­fang den 0/2/4 mA bzw. 0/1/2 V, das Mess­be­reichs­ende den 10/20 mA bzw. 5/10 V. Die fallen­de Kenn­linie dreht den Verlauf um. Die Über­tra­gungs­funk­tion des Mess­um­for­mers wird in DRAGOset gra­fisch dar­ge­stellt.

Fehlersignalisierung
Fehlersignalisierung

Die Sig­na­li­sie­rung bei Fehler legt fest, ob bei Fehlern der Aus­gangs­be­reich ver­lassen wer­den darf. In die­sem Fall springt das Aus­gangs­sig­nal auf 22 mA, 11 V, 11 mA oder 5,5 V, je nach Aus­gangs­wahl.
Alter­na­tiv kann die Ein­stel­lung 0 mA, 2 mA, 4 mA, 0 V, 1 V oder 2 V ge­wählt werden um den Fehler zu sig­na­li­sie­ren, der Aus­gang bleibt dabei im Bereich der Mess­werte. Sinn­voll kann diese Ein­stel­lung sein, wenn bei­spiels­weise ein SPS-Ein­gang keine Signale ausser­halb des Mess­be­reichs ver­kraf­ten kann, die Aus­wer­tung des Fehlers muss dann in der SPS er­folgen.

  über Bereich im Bereich
Ausgang Ausgangsbereich Fehlersignal Ausgangsbereich Fehlersignal
0 ... 20 mA 0,0 ... 20,5 mA 22,0 mA 0,0 ... 20,0 mA 0,0 mA
4 ... 20 mA 3,8 ... 20,5 mA 22,0 mA 4,0 ... 20,0 mA 4,0 mA
0 ... 10 V 0,0 ... 10,25 V 11,0 V 0,0 ... 10,0 V 0,0 V
0 ... 5 V 0,0 ... 5,125 V 5,5 V 0,0 ... 5,0 V 0,0 V
0 ... 10 mA 0,0 ... 10,25 mA 11,0 mA 0,0 ... 10,0 mA 0,0 mA
2 ... 10 mA 1,9 ... 10,25 mA 11,0 mA 2,0 ... 10,0 mA 2,0 mA
2 ... 10 V 1,9 ... 10,25 V 11,0 V 2,0 ... 10,0 V 2,0 V
1 ... 5 V 0,95 ... 5,125 V 5,5 V 1,0 ... 5,0 V 1,0 V
DIP-Schalter
Einstellung der DIP-Schalter am Messumformer

DRAGOset er­mittelt aus Ihren Ein­ga­ben die rich­tige DIP-Schal­ter-Pro­grammie­rung. Dieses Bild finden Sie auch in der PDF-Do­ku­men­ta­tion und im Aus­druck wieder.

Wenn Sie DRAGOset nicht mit dem Kabel mit dem Gerät ver­bunden haben, können Sie diese Pro­gram­mie­rung manuell auf die DIP-Schal­ter des Mess­um­for­mers über­tra­gen. Mit den DIP-Schaltern sind nur aus­ge­wählte Stan­dard­ein­stellun­gen möglich.

Wenn Ihre Kon­fi­gu­ra­tion nicht als Stan­dard-Ein­stellung ver­füg­bar ist, können Sie die Ein­stellun­gen mittels DRAGOset über die USB-Schnitt­stelle im Gerät pro­gram­mie­ren. Die DIP-Schalter S1-1 bis S1-3 müssen dann auf ON stehen (PC-Mode).

Geräte-Diagnose
Geräte-Diagnose

Mit dem Menü­punkt "Gerät | Diagnose ..." rufen Sie ein Diag­nose­fen­ster auf. In diesem Fenster er­hal­ten Sie eine Über­sicht über die aktu­ellen Mess­werte und Mel­dun­gen des Mess­um­for­mers. Für die An­zeige muss eine On­line-Ver­bin­dung zum Gerät be­stehen.

Simulation von Ein- und Ausgangswerten, Inbetriebnahmefunktion
Simulation

Mit dem Menü­punkt "Gerät | Simulation ..." rufen Sie die Simu­la­tions-Funk­tionen des Mess­um­for­mers auf. In der Simu­la­tion können Ein­gangs- und Aus­gangs­werte simu­liert werden.

Zusätzlich steht Ihnen hier die In­be­trieb­nahme­funk­tion zur Ver­fü­gung, um in den nach­fol­gen­den Schal­tungs­tei­len den kom­plet­ten Mess­be­reich über­prü­fen zu können. Die In­be­trieb­nahme­funk­tion ver­ändert ständig den Aus­gangs­wert. Der Aus­gang über­streicht lang­sam den kom­plet­ten Mess­be­reich, vom Anfangs- bis zum End­wert, wobei das Signal bei 0 %, 50 % und 100 % des Mess­be­reichs eine Pause von eini­gen Se­kun­den ein­legt. So ist bei der Über­prü­fung auch eine Mess­be­reichs­jus­tage möglich.

Wenn Sie den Simu­la­tor ver­lassen, bleibt die Simu­la­tion weiter aktiv, wenn Sie sie nicht vor­her ab­schalten. Als Er­inne­rung er­scheint daher das fol­gen­de Fenster:

Verlassen des Simulationsfensters

Beschaltung der Anschlussklemmen
Beschaltung der Anschlussklemmen

Abhängig vom ge­wähl­ten Sen­sor­typ und der Kom­pen­sa­tion ändert sich die Be­schal­tung des Mess­um­for­mers. Auf dieser Gra­fik können Sie sehen, wie der Mess­um­for­mer in dieser Be­triebs­art be­schal­tet werden muss. Wenn Sie mit der Maus über das Ge­räte­foto fahren, werden die Klemmen­nummern ein­ge­blen­det.

Übertragungsfunktion
Anzeige der Übertragungsfunktion

DRAGOset zeigt die Über­tra­gungs­funk­tion des Mess­um­for­mers bei den aus­ge­wähl­ten Ein­stel­lun­gen an. Hier sehen Sie genau das Aus­gangs­ver­hal­ten bei ent­sprechen­den Ein­gangs­sig­na­len. Wenn Sie mit der Maus über die Kenn­linie fahren, wird da­run­ter der Ein- und Aus­gangs­wert ab­hän­gig von der Po­si­tion des Maus­zei­gers an­ge­zeigt.

Eingebbare Kennlinie
Eingebbare Kennlinie

Eingebbare KennlinieWenn Sie als Sensor­typ die Ein­geb­bare Kenn­linie aus­wählen, er­scheint hinter der Aus­wahl ein zu­sätz­licher Button. Über diesen Button ge­lan­gen Sie in die De­fi­ni­tion der Kenn­linie. Als Bei­spiel ist hier ein Pt100-Sensor ein­ge­tragen. Im Sen­sor­text können Sie die Kenn­linie be­nennen, dieser Text taucht dann in der Do­ku­men­ta­tion auf. Als Ein­gangs­signal ist zwischen Wider­stands­messung und mV-Spannun­gen aus­zu­wählen. De­fi­nie­ren Sie jetzt bis zu 21 Werte­paare (Ein­gangs­wert zu Tem­pe­ra­tur) in der Tabelle. Nicht ver­wen­dete Zeilen lassen Sie leer. An der linken Seite sehen Sie Ihre Linea­ri­sie­rungs­kenn­linie in einer gra­fischen Dar­stellung.

Wichtig! Die Ein­gangs­werte müssen in der Tabelle durch­gängig steigend sein. Die Tem­pe­ra­tur­werte können durch­gängig steigend oder durch­gängig fallend sein.

TeachIN-Funktion für mV-, Widerstands- oder Potentiometer-Eingang
TeachIN-Funktion

TeachIN-FunktionMit der TeachIN-Funktion können Sie sehr leicht den Ausgabebereich des Sensors oder Potentiometer-Gebers auf den Messbereich skalieren. Bei den Sensortypen "mV-Eingang", "Widerstand" und "Potentiometer" finden Sie hinter der Auswahl einen Button zum Aufruf.

Es gibt 2 Betriebsarten des TeachIN, beim Start ist der Schleppzeiger-Betrieb eingestellt:

Schleppzeiger: Im Schleppzeigerbetrieb ermittelt der Messumformer den kleinsten und den größten Messwert. Sie überstreichen mit dem Geber den kompletten Bereich (z.B. Kessel leer bis Kessel voll), die min/max-Messwerte sehen Sie in dem TeachIN-Fenster, sobald der Bereich vergrößert wird, ist der jeweilige Grenzwert kurz grün unterlegt.

Manuelles Setzen der Endwerte: Durch ein Klick auf den Button MAN gelangen Sie in den manuellen Modus. Die Button-Beschriftung ändert sich in SET. Jeder Klick auf den Button speichert den momentanen Messwert als eine der beiden Grenzen. Klicken Sie einmal SET am Bereichsanfang und ein zweites Mal SET am Bereichsende. Wiederholen Sie das SET beliebig oft, es gelten immer die letzten beiden SETs als min/max.

Mit Speichern wird der gefundene min/max-Bereich als Anfang/Ende in den Messbereich bei DRAGOset übernommen. Sie müssen die Werte dann noch an das Gerät übertragen.
Bei Abbrechen werden die ermittelten Werte verworfen.

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