DRAGOset für Universal-Messumfomer D62T 46000

DRAGOset für D62T 46000

Der Uni­ver­sal-Mess­um­for­mer D62T 46000 setzt die Mess­werte von Pt, Ni, KTY oder TC Sen­so­ren tem­pe­ra­tur­linear in 0/4 ... 20 mA, 0/2 ... 10 V, 0/2 … 10 mA oder 0/1 … 5 V Norm­signale um. Mit den mV-Ein­gangs­be­reichen oder einer Poti­an­schaltung können weitere Signale in Norm­signale um­ge­formt werden. Durch die ein­fache Pro­gram­mie­rung per USB-Schnitt­stelle ist er flexibel ein­setz­bar. Die hohe Zu­ver­lässig­keit und die sichere 3-Port-Trennung sind weitere Merk­male, die den störungs­freien An­la­gen­be­trieb ga­ran­tieren.

Einstellungen des Messumformers

Sensor und Kompensation
Sensortyp und Kompensation einstellen

Unter Sensortyp wählen Sie den Sensor aus, den Sie an den Mess­um­for­mer an­schließen werden.

Die Kompensation regelt die An­schluss­art, die Sie vor­neh­men.

Bei Widerstandsthermometern, wie Pt-, Ni- und KTY-Sensoren:

4-Leiter: Anschluss mit 4 Lei­tun­gen, dadurch gibt es ge­trennte Lei­tun­gen für den Sen­sor­strom und für das Messen.
3-Leiter: Wichtig bei einem 3-Leiter­an­schluss ist, dass alle Lei­tun­gen gleichen Quer­schnitt auf­wei­sen. Der Spannungs­ab­fall wird nur auf einer Seite des Sensors er­fasst und es wird davon aus­ge­gan­gen, dass die Leitung an der an­de­ren Sensor­seite gleichen Spannungs­ab­fall pro­du­ziert.
2-Leiter: Bei der 2-Leiter-Messung gehen die Zu­lei­tungs­wider­stände mit in den Mess­wert ein. Es ist auf möglichst kurze Zu­lei­tun­gen zu achten. Sie können den Lei­tungs­wider­stand manuell kom­pen­sie­ren, wenn Sie dem Gerät die Summe der Zu­lei­tungs­wider­stände an­ge­ben.

Bei Thermo­ele­men­ten ändern sich die Aus­wahl­punkte der Kom­pen­sa­tion in intern, extern, aus und manuell:

intern: Die Klemmentemperatur wird im Messumformer erfasst.
extern: Sie haben einen externen Pt100-Sensor an einem Klemmen­block, der die Ver­gleichs­stellen­tem­pe­ra­tur erfasst.
aus: Der Eingangs­mess­wert wird nicht korrigiert
manuell: Sie geben die Vergleichstemperatur als festen Wert vor.
Temperatur-Messbereich
Temperatur-Messbereich einstellen

Hier stellen Sie den ge­wünsch­ten Mess­an­fang und das ge­wünschte Mess­ende ein. Die Mess­spanne, also der Be­reich zwischen An­fang und Ende, darf die mini­male Spanne nicht unter­schrei­ten (siehe Tabelle). Die mög­lichen Ein­stel­lun­gen orien­tieren sich an dem Be­triebs­tem­pe­ra­tur­bereich der Sen­soren:

Sensor Messbereich min. Spanne
Pt 100, Pt 200, Pt 500, Pt 1000 -200 ... +850 °C 50 K
Ni 100, Ni 200, Ni 500, Ni 1000 -50 ... +180 °C 50 K
Thermoelement Typ B 250 ... 1820 °C 100 K
Thermoelement Typ C (W5Re_W26Re) 0 ... 2315 °C 100 K
Thermoelement Typ D (W3Re_W25Re) 0 ... 2315 °C 100 K
Thermoelement Typ E -270 ... +1000 °C 50 K
Thermoelement Typ J -210 ... +1200 °C 50 K
Thermoelement Typ K -270 ... +1372 °C 50 K
Thermoelement Typ L -200 ... +900 °C 50 K
Thermoelement Typ N -270 ... +1300 °C 50 K
Thermoelement Typ R -50 ... 1768 °C 50 K
Thermoelement Typ S -50 ... 1768 °C 50 K
Thermoelement Typ T -270 ... +400 °C 50 K
Thermoelement Typ U -200 ... +600 °C 50 K
Potentiometer 0 ... 100 % 10 %
mV-Eingang ±125 mV -125 ... +125 mV 5 mV
mV-Eingang ±1000 mV -1000 ... +1000 mV 50 mV
Widerstand 0 ... 5 kOhm 100 Ohm
KT1xx, KT2xx, KTY1x-x, KTY2x-x, ST-xx -50 ... +150 °C 50 K
KTY81-xxx, KTY82-xxx -55 ... +150 °C 50 K
KTY83-1xx -55 ... +175 °C 50 K
KTY84-1xx -40 ... +300 °C 50 K
Ausgang und Ausgangskennlinie
Ausgang und Ausgangskennlinie

Am Aus­gang stehen Ihnen 8 gängige Norm­sig­nal­be­reiche zur Ver­fü­gung:
0 ... 20 mA, 4 ... 20 mA, 0 ... 10 V, 0 ... 5 V, 0 ... 10 mA, 2 ... 10 mA, 2 ... 10 V und 1 ... 5 V.

Der aus­ge­wählte Mess­be­reich wird auf den Aus­gangs­be­reich linear ab­ge­bildet. Bei stei­gen­der Kenn­linie ent­spricht der Mess­be­reichs­an­fang den 0/2/4 mA bzw. 0/1/2 V, das Mess­be­reichs­ende den 10/20 mA bzw. 5/10 V. Die fallen­de Kenn­linie dreht den Verlauf um. Die Über­tra­gungs­funk­tion des Mess­um­for­mers wird in DRAGOset gra­fisch dar­ge­stellt.

Fehlersignalisierung
Fehlersignalisierung

Die Sig­na­li­sie­rung bei Fehler legt fest, ob bei Fehlern der Aus­gangs­be­reich ver­lassen wer­den darf. In die­sem Fall springt das Aus­gangs­sig­nal auf 22 mA, 11 V, 11 mA oder 5,5 V, je nach Aus­gangs­wahl.
Alter­na­tiv kann die Ein­stel­lung 0 mA, 2 mA, 4 mA, 0 V, 1 V oder 2 V ge­wählt werden um den Fehler zu sig­na­li­sie­ren, der Aus­gang bleibt dabei im Bereich der Mess­werte. Sinn­voll kann diese Ein­stel­lung sein, wenn bei­spiels­weise ein SPS-Ein­gang keine Signale ausser­halb des Mess­be­reichs ver­kraf­ten kann, die Aus­wer­tung des Fehlers muss dann in der SPS er­folgen.

 über Bereichim Bereich
AusgangAusgangsbereichFehlersignalAusgangsbereichFehlersignal
0 ... 20 mA 0,0 ... 20,5 mA 22,0 mA 0,0 ... 20,0 mA 0,0 mA
4 ... 20 mA 3,8 ... 20,5 mA 22,0 mA 4,0 ... 20,0 mA 4,0 mA
0 ... 10 V 0,0 ... 10,25 V 11,0 V 0,0 ... 10,0 V 0,0 V
0 ... 5 V 0,0 ... 5,125 V 5,5 V 0,0 ... 5,0 V 0,0 V
0 ... 10 mA 0,0 ... 10,25 mA 11,0 mA 0,0 ... 10,0 mA 0,0 mA
2 ... 10 mA 1,9 ... 10,25 mA 11,0 mA 2,0 ... 10,0 mA 2,0 mA
2 ... 10 V 1,9 ... 10,25 V 11,0 V 2,0 ... 10,0 V 2,0 V
1 ... 5 V 0,95 ... 5,125 V 5,5 V 1,0 ... 5,0 V 1,0 V
Geräte-Diagnose
Geräte-Diagnose

Mit dem Menü­punkt "Gerät | Diagnose ..." rufen Sie ein Diag­nose­fen­ster auf. In diesem Fenster er­hal­ten Sie eine Über­sicht über die aktu­ellen Mess­werte und Mel­dun­gen des Mess­um­for­mers. Für die An­zeige muss eine On­line-Ver­bin­dung zum Gerät be­stehen.

Simulation von Ein- und Ausgangswerten, Inbetriebnahmefunktion
Simulation

Mit dem Menü­punkt "Gerät | Simulation ..." rufen Sie die Simu­la­tions-Funk­tionen des Mess­um­for­mers auf. In der Simu­la­tion können Ein­gangs- und Aus­gangs­werte simu­liert werden.

Zusätzlich steht Ihnen hier die In­be­trieb­nahme­funk­tion zur Ver­fü­gung, um in den nach­fol­gen­den Schal­tungs­tei­len den kom­plet­ten Mess­be­reich über­prü­fen zu können. Die In­be­trieb­nahme­funk­tion ver­ändert ständig den Aus­gangs­wert. Der Aus­gang über­streicht lang­sam den kom­plet­ten Mess­be­reich, vom Anfangs- bis zum End­wert, wobei das Signal bei 0 %, 50 % und 100 % des Mess­be­reichs eine Pause von eini­gen Se­kun­den ein­legt. So ist bei der Über­prü­fung auch eine Mess­be­reichs­jus­tage möglich.

Wenn Sie den Simu­la­tor ver­lassen, bleibt die Simu­la­tion weiter aktiv, wenn Sie sie nicht vor­her ab­schalten. Als Er­inne­rung er­scheint daher das fol­gen­de Fenster:

Verlassen des Simulationsfensters

Beschaltung der Anschlussklemmen
Beschaltung der Anschlussklemmen

Abhängig vom ge­wähl­ten Sen­sor­typ und der Kom­pen­sa­tion ändert sich die Be­schal­tung des Mess­um­for­mers. Auf dieser Gra­fik können Sie sehen, wie der Mess­um­for­mer in dieser Be­triebs­art be­schal­tet werden muss. Wenn Sie mit der Maus über das Ge­räte­foto fahren, werden die Klemmen­nummern ein­ge­blen­det.

Übertragungsfunktion
Anzeige der Übertragungsfunktion

DRAGOset zeigt die Über­tra­gungs­funk­tion des Mess­um­for­mers bei den aus­ge­wähl­ten Ein­stel­lun­gen an. Hier sehen Sie genau das Aus­gangs­ver­hal­ten bei ent­sprechen­den Ein­gangs­sig­na­len. Wenn Sie mit der Maus über die Kenn­linie fahren, wird da­run­ter der Ein- und Aus­gangs­wert ab­hän­gig von der Po­si­tion des Maus­zei­gers an­ge­zeigt.

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